Wissenschaftliche Propaganda

Geschrieben von Masin Al-Dujaili am Tuesday, 3. November 2020 in Gesellschaft und Politik, Gesundheit und Sexualität, Populärwissenschaft, Schule und Bildung

Ich gebe es offen zu: Ich bin wissenschaftlicher Propagandist.

Zum Journalisten, insbesondere Wissenschaftsjournalisten tauge ich nicht. Aber ich verbreite gerne deren Werke, ich propagiere sie. Ich selbst bin wissbegierig, neugierig und zumindest in Ansätzen wissenschaftlich literat. Würde ich ein paar Jahrhundert in die Vergangenheit versetzt werden, ich könnte vielleicht als Universalgelehrter herhalten.

Aber das Lesen könnte ich ja auch allein und im stillen Kämmerlein machen und euch alle unbehelligt lassen. Aber das will ich nicht, weil ich denke, dass eine breitere Kenntnis über das, was in der Wissenschaft so vor sich geht, für die Gesellschaft als ganzes gut ist. Ich mag in nicht wenigen Situation oberlehrerhaft rüberkommen, aber ich kann euch versichern, dass mir die didaktische Ausbildung zum Lehrer fehlt. Nein, vielmehr möchte ich meine Freude an Wissen und Wissenschaft teilen. Ich habe da ganz klar meine Vorlieben – Meere und Meereslebewesen interessieren mich jetzt nicht so dolle. Weltall und Physik liegen weit vorne. Dicht dahinter kommen Medizin und Chemie. Biologie ist ein wenig abgeschlagen. Geschichte ist problematisch, da sie stark Interpretationen unterworfen ist – harte Fakten sind eher die Ausnahme denn die Regel. Das gleiche mit Politik.

Ich freue mich über Menschen, die mich mit Beiträgen aus ihren eigenen Interessensgebieten versorgen, die eine Vorauswahl treffen und das dann in die sozialen Medien bringen. Noch mehr freue ich mich über diejenigen in den sozialen Medien, die zu schätzen wissen, was ich so teile.

Es ist nicht nur persönliche Bestätigung, auch wenn ich ihre Wirkung durchaus zu schätzen weiß. Denn mehr noch befriedigt mich der Gedanke, dass ich die Welt ein kleines bisschen besser mache mit jeder und jedem, die oder der die von mir geteilten Beiträge liest und ein klein wenig daraus mitnimmt. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir als Gesellschaft, als Menschehit, als Gemeinschaft nur weiterkommen, schaffen wir ein Umfeld, in dem wissenschaftliche Erkenntnisse möglichst weite Verbreitung haben. Damit einzelne Menschen herausragende Leistungen vollbringen können, müssen sie gestützt werden von einem Sockel an wissenschaftlicher Offenheit und Belesenheit.

Daher rühren auch andere meiner Positionen: Ich bin kein Freund von Gymnasien, denn auch wenn die Schülerinnen und Schüler dort vielleicht Spitzenabschlüsse erlangen können, schaffen Gymnasien eben keine breite, wissenschaftliche Bildung, da den Schülerinnen und Schülern der anderen Schulzweige der Kontakt zu den Top-Performern fehlt. Ich wage die Behauptung, dass Top-Performer in einem Umfeld mit solidem wissenschaftlichen Sockel mehr leisten könnten, als diejenigen, die noch bessere Abschlüsse erreichen könnten, aber in einem Umfeld weitgehenden Wissenschaftsanalphabetismus arbeiten müssen. Aus dem gleichen Grund halte ich wenig von sogenannten Elite-Universitäten oder Leuchtturmprojekten. Aber ich vermute, solange schon bei den Schulen eine Vorauswahl getroffen wird, ist Kritik an Elite-Einrichtungen witzlos.

Ich mag freies Wissen. Projekte wie die Wikipedia haben vermutlich mehr beigetragen zur Allgemeinbildung als alle Volkshochschulen zusammen. Auch deswegen finde ich, dass viele Gesetze mehr Rücksicht nehmen sollten auf unsere mentale, kulturelle und akademische Allmende.

Wissenschaft und Wissenschaftsjournalismus vermittelt aber auch, wie wunderbar und vielseitig unsere Welt ist, und damit meine ich nicht nur unsere Welt, sondern alles, das Weltall. Ich weiß, dass Menschen spirituelle Bedürfnisse haben (ich sicher auch), und ich finde, es gibt vieles zu entdecken, was auch von spirituellem Wert ist. Dafür braucht es kein Gedankengebäude von fragwürdiger Kohärenz, geschaffen von Menschen, die auf einen deutlich beschränkteren Fundus an Wissen zurückgreifen konnten. Der ständige Prozess des Zweifelns und der neuen Erkenntnis macht bescheiden und demütig – die Sicherheit von heute kann morgen schon widerlegt sein, Wahrheiten gibt es immer nur für den Augenblick. Ich kann auch nachvollziehen, dass Menschen mit Sicherheitsbedürfnis von der wissenschaftlichen Methode eher abgeschreckt sind. Aber ich sehe es als Vorteil: Die Welt ist zu komplex, um sie mit einfachen und statischen Erklärungen begreifen zu können. Wenn wir das akzeptieren lernen, wenn wir das zu leben lernen, reifen wir als Gemeinschaft.

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Preisbildung: Angebot und Nachfrage

Geschrieben von Masin Al-Dujaili am Tuesday, 3. November 2020 in Gesellschaft und Politik

Tim Urban hat auf Wait But Why letztes Jahr eine sehr umfängliche Artikelserie gestartet zum Thema "politischer Diskurs". Heute habe ich endlich Teil 9 beendet (erschienen Dezember 2019) und Teil 10 begonnen (erschienen Januar 2020). Solange gammelte der Tab von Teil 9 im Firefox meines Tablets vor sich hin.

Teil 10 hat einen Abschnitt zum Thema "Polarisierung der Parteien", wo unter anderem das Kriterium "Most corporations make a fair and reasonable amount of profit" (etwa "die meisten Firmen erzielen einen gerechten und vernünftigen Profit") zur Unterscheidung zwischen "rechts" und "links" im politischen Spektrum herangezogen wird. Abgesehen davon, dass ich das Kriterium erst "andersherum" verstand –machen die Firmen genug Profit, um überleben zu können–, juckte mich die Attribuierung "fair" und "vernünftig".

Profit ist ja vereinfacht erstmal der Teil, der nach Abzug aller Kosten und Abgaben übrigbleibt. Es ist schwierig in verständliche Worte zu fassen, was das für eine Firma bedeutet, da Firmen ja unterschiedliche Rechtsformen haben können, aber simpel ausgedrückt, dürfte das mit dem Einkommen, Lohn, Gehalt vergleichbar sein, wäre die Firma eine Person (Konzept der juristischen Person mal außen vor gelassen), nur dass Miete, Lebensunterhalt und alles andere an diesem Punkt längst beglichen sind.

Mich interessieren hier nur die Firmen, die Produkte herstellen oder verkaufen und Dienstleistungen feilbieten, also jene Firmen, die Kunden haben, welche wiederum für Produkte oder Dienstleistungen zahlen.

In der Wirtschaft wird ja gerne von Angebot und Nachfrage schwadroniert, wenn es um die Preisbildung geht. Wird etwas stark nachgefragt, steigt der Preis bei gleichbleibendem Angebot, ebenso bei gleichbleibender Nachfrage und verringerndem Angebot.

Das beschert aber nur dann einen Profit, wenn die Ware zu einem Preis oberhalb ihrer Herstellungskosten verkauft werden kann.

Je billiger etwas in der Herstellung ist, desto geringer kann die Nachfrage sein, so dass sich ein Angebot lohnt. Der heilige Gral wäre dann ein Produkt, was umsonst hergestellt werden kann und jeder will und braucht. Sonnenlicht, Luft und Wasser fallen wohl in diese Kategorie (hey, Nestlé, ich weiß, was du vorhast).

Entsteht daraus aber ein Profit, der "fair" und "vernünftig" ist?

Aktuell gibt es ja so an die vier "Dinge", deren Preis öffentlich in Frage gestellt werden.

Der Apple Appstore

Epic ist der Meinung, dass die 30-Prozent-Abgabe an Apple für Verkäufe über den Appstore zu hoch sei. Ich finde online die Angabe, dass Apple 2019 mit dem Appstore 50 Milliarden umgesetzt habe, also 15 Milliarden an Apple flossen. Apple machte 2019 einen Gewinn ("gross profit") von knapp 100 Milliarden. Die Kosten für den Betrieb des Appstores kann ich leider nicht finden. Ich wage die Behauptung, dass es nicht mal 1 Milliarde ist, und darin dürften die Kosten für Server, Leitungen, Strom und Personal in Administration, Support und App-Prüfung bereits enthalten sein.

Wohnungsmieten

Nicht erst durch den Mietendeckel und dessen Vorgeschichte gerieten Mieten in die Kritik. Woraus setzt sich eigentlich ein Mietzins zusammen? Ein*e Vermieter*in hat natürlich Kosten für die Wohnungen zu tragen. Die Gebäude mussen in Schuss gehalten werden, sie müssen technisch und ökologisch gepflegt und aufgerüstet werden usw. Aber steigen diese Kosten in dem Maße wie die Anforderungen an die Wohnungen?

Traditionellerweise werden Wohnungsmieten anhand des Preisniveaus des Wohnumfelds festgesetzt. Vermutlich bin ich damit nicht alleine, aber es braucht wohl zumindest eine ansatzweise mathematische Begabung, um zu erkennen, dass diese Tradition eine Rückkopplung darstellt. Eine Miete wird erhöht, weil die Mieten im Wohnumfeld erhöht wurden. Da muss sich nichts an der Wohnungsausstattung geändert haben.

Gänzlich bizarr wird es, wenn der Staat verlangt, dass Vermieter*innen ihre Mieten anheben müssen, wie es mehrfach in München passiert ist.

Krankenversicherungen

Weniger in Deutschland (oder Europa) und mehr in den USA ein Thema, aber mit dem zweigleisigen System in Deutschland haben wir unser ureigenes Problem geschaffen. Ob es ein Problem ist, kann natürlich jede*r selbst für sich entscheiden – ich empfinde so.

Das Preisbildungsproblem jedoch sehe ich eher in den USA. Versicherungen werden von profitorientierten Firmen angeboten, die natürlich kein Interesse daran haben, ihre Ausgabenseite zu erhöhen, weswegen das Versichern von Menschen mit Vorerkrankungen prohibitiv teuer ist.

Arzneimittelkosten

Eng verwandt mit dem vorigen Punkt sind die Arzneimittelkosten. Sprichwörtlichen Nicht-Ruhm erlangten sie durch die "Apothekerpreise". Aber auch das Preisgefälle zwischen patentierten und generischen Medikamenten (ich weiß, es ist nicht der korrekte Gegensatz, aber hier passend) erregt immer wieder die Gemüter.

Was ist "fair", was ist "vernünftig"?

Es gibt sicher noch mehr aktuelle Beispiele. Ich könnte mich an Immaterialgütern wie Musik und Software abarbeiten, aber ich lasse das mal. Nur so viel: Näher an kostenlose Produktion kommt man wohl kaum als über Immaterialgüter.

Bezeichnend für die obigen Beispiele ist, dass der Preis nicht durch Angebot und Nachfrage gebildet wird, sondern durch die Eliminierung von Alternativen, mithin also dem Ausschalten von Wettbewerb.

  • Apple kann die 30 Prozent verlangen, weil es keinen anderen Weg auf deren Plattform gibt.
  • Günstigere Wohnungen in anderer Lage sind eben keine Alternative, weil man nicht die Wohnungsausstattung mietet, sondern die Wohnungsausstattung in konkreter Lage. Davon hängen so viele andere Aspekte ab, dass Menschen mitunter keine andere Wahl haben, als die höhere Miete zu zahlen. Wem die Mieten in München oder Berlin zu hoch sind, kann eben nicht einfach 150 Kilometer weiter weg ziehen – das soziale Umfeld, die Arbeit, die Infrastruktur ziehen alle nicht mit.
  • Ich gebe zu, Versicherungen sollten am ehesten noch in Wettbewerb miteinander treten, aber ich vermute, sie befinden sich in einem Gleichgewicht, wo sie das Maximum an Profit erwirtschaften können. "Kund*innen" haben praktisch keine Möglichkeit, zu einem Wettbewerber zu gehen, weil der gleichermaßen teuer ist. Hinzukommt, dass in den USA Versicherungen wohl oft an den Arbeitgeber gebunden sind. Vielleicht weiß jemand meiner Leser*innen mehr darüber.
  • Arzneimittel werden unter Monopolschutz verkauft. Das Patentsystem ist ja explizit dafür geschaffen worden, um Erfinder*innen einen Zeitraum zu bieten, wo sie ihre Erfindung ohne Wettbewerb anbieten können.

Können unter solchen Bedingungen Profite "fair" und "vernünftig" entstehen?

Was ist für mich "fairer" und "vernünftiger" Profit?

Erstmal erkenne ich an, dass Firmen Profit erwirtschaften wollen und müssen. Sie sollen ihre Produkte und Dienstleistungen nicht verschenken müssen.

"Vernünftig" ist für mich ein Profit, der ausreicht, um ihn in die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit zu stecken. Das klingt natürlich toll, ist aber wischiwaschi. Was soll das denn bedeuten?

"Vernünftig" sind Profite, wenn sie das Überleben einer Firma auf einem Markt ermöglichen. "Fair" sind Profite, wenn sie Kund*innen wirtschaftliche oder emotionale Vorteile bringen. Auch das: viel zu unkonkret. Aber vielleicht ist die Richtung erkennbar.

"Fair" ist der Profit, der so klein ist, dass er gerade noch "vernünftig" ist. Es wird abstrakt. Aber immerhin kann ich jetzt eine Aussage treffen: Fairer Profit ist geringer als vernünftiger Profit. "Fair" spiegelt hierbei die Interessen der Kundschaft wider, während "vernünftig" die Interessen der Firma widerspiegelt. Jetzt kann ich es als Interessensausgleich betrachten. Es bringt mich einer Antwort noch nicht wirklich näher, aber emotional empfinde ich das beruhigender.

Idealerweise ist Profit also eine Aushandlung zwischen der Gesamtheit aller Kund*innen einer Firma und der Firma selbst. Kund*innen wollen so wenig wie möglich zahlen, Firmen so viel wie möglich einnehmen. Sie treffen sich kurz oberhalb des Punktes, wo die Firma sagt: "Nee, das lohnt sich für mich dann nicht". Es bleibt die Frage, ab welchem Profit "lohnt" es sich für eine Firma, ihr Produkt oder ihre Dienstleistung zu verkaufen?

Ich bin eine Firma, hypothetisch. Ich biete ein Produkt an, meine Arbeitskraft und mein Knowhow, also eigentlich eine Dienstleistung. Meine Kund*innen sind andere Personen oder Firmen. Meine Ausgaben zur Erbringung meiner Dienstleistung setzen sich zusammen aus Lebenshaltungskosten, Schuldendienst (Kredit für Haus) und Mobilität, grob gesagt. Andere würden den Schuldendienst durch Miete ersetzen.

Meine Kund*innen würden den Standpunkt vertreten, ich müsste ja nur obige Ausgaben mit meiner Dienstleistung erwirtschaften. Ich hingegen habe das Interesse, Geld für Konsum und Vergnügen zur Verfügung zu haben. Meine Kund*innen stimmen mit mir überein, also soll ich 60 Stunden pro Woche meine Dienste erbringen, dann blieben mir am Wochenende 24 Stunden, um meinem Vergnügen zu frönen und am Konsum teilzuhaben.

Komische Rechnung? Ja, denn ich impliziere, dass meine Kund*innen mein Zeit-, Konsum- und Vergnügungsbudget bestimmen. Und vor 100 Jahren, na, mittlerweile eher 150 Jahren waren solche Bestimmungen vermutlich noch alltäglich. Es gab einen gesellschaftlichen Konsens darüber, welches Maß an Konsum und Teilhabe an Vergnügungsmöglichkeiten akzeptabel ist. Mein Gedankengang mag sich im Text nicht vollständig wiederfinden; ich hoffe, meine Leser*innen können die Lücken selbständig schließen.

Worauf ich hinaus will: Was ein fairer und vernünftiger Profit ist, ist Ergebnis eines gesellschaftlichen Aushandlungsprozesses. Was darüber liegt, wird als Wucher und obszön empfunden. Unsere Wirtschaftswelt ist aber mittlerweile an einem Punkt angekommen, wo die Wahrnehmung von Preis, Preisbildung und Profit entkoppelt ist. Am ehesten erregt das wohl noch da, wo es die Lebensrealität am meisten berührt, den eigenen vier Wänden, wo Mieter*innen miterleben, wie sie Jahr für Jahr mehr zahlen müssen, obwohl sie keine Mehrleistung erhalten.

Der Beitrag dreht sich zwar nur um Profit und Preisbildung, aber Profitsteigerung ist unmittelbar ein Teil der Fragestellung. Wie weit kann ein*e Anbieter*in den Preis und damit den Profit steigern, bevor es zu einer Gegenbewegung kommt? Apple verspricht Sicherheit durch Prüfung, scheitert aber immer wieder damit. Zumal es kein Argument ist, alternative Bezugsquellen nicht zuzulassen. Sie könnten mit ihrem Sicherheitsversprechen ja in den Wettbewerb gehen. Stattdessen kämpft Apple um seine Gatekeeper-Rolle, damit ihr schönes, kleines und profitables Monopol erhalten bleibt. Vermieter*innen geben sich nicht mit dem steten Fluss an Mietzins zufrieden, sondern erwarten alljährliche Steigerungen. Und Jahrzehnte lang kamen sie damit durch, auch weil die Gehälter halbwegs im selben Maße stiegen (was natürlich auch die Ausgabenseite der Vermieter*innen beeinflusste, denn Handwerker*innen und Hausmeister*innen wollen auch bezahlt werden). Seit Mieter*innen aber nicht mehr mit regelmäßigen Gehaltssteigerungen zu rechnen haben, rücken die Ausgabensteigerungen durch Mieterhöhungen stärker in den Fokus: Welchen Mehrwert leisten die Vermieter*innen, um die Mieterhöhung zu rechtfertigen? Die Gehälter stagnieren weitgehend oder zumindest die Kaufkraft. Damit kann die höhere Miete nicht gerechtfertigt werden. Und ob Modernisierungen, die die Ausgabenseite der Vermieter*innen senken, von den Mieter*innen gestemmt werden müssen, fragen sich viele zurecht. Und welchen Wert hat ein Medikament, was jenseits der Grenze zu einem Bruchteil des hiesigen Preises offensichtlich immer noch profitabel verkauft wird? Es liegt sicher nicht daran, dass Medikament jenseits der Grenze im Überangebot steht oder weniger nachgefragt wird.

Anbieter*innen schauen natürlich, womit sie durchkommen können. Solange ihr Produkt oder ihre Dienstleistung –notfalls unter Murren– gekauft wird, können sie zufrieden sein. Deswegen gibt es aber auch immer wieder die Forderung, mit dem Portemonnaie abzustimmen, also manche Sachen gar nicht erst einzukaufen, solange die eine oder andere Geschäftspraktik nicht abgestellt wird. Das klappt aber nur in Märkten, wo die Bedürfnisse annähernd gleichwertig anderweitig befriedigt werden können. Der Wohnungsmarkt und der Arbeitsmarkt sind zwei Märkte, wo das nicht geht. Apple hat sich selbst einen Markt geschaffen, wo die Kund*innen das nicht können. Und das Gesundheitswesen im ganzen ist ebenfalls ein Markt, wo das nicht geht.

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